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"Es lebe die Schweizer Familie. Zeitgemässe Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral"
www.schweizerfamilie.ch/freizeit/familienextra/article/34867.html
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Partnerschafts-, Ehe- und Familienpastoral 2011/13
Eine Zusatzausbildung für die Seelsorge
Paar- und Familienbeziehungen sind mit hohen Lebenssinn- und Glückserwartungen verknüpft. Die vielfältigen Realitäten und praktisch gelebten Überzeugungen heutiger Partnerschaft, Ehe und Familie gilt es seelsorgerlich vorurteilsfrei wahrzunehmen. Nur so können christlich einladende Antworten auf die zahlreichen Herausforderungen dieses zentralen Erfahrungsfelds gegeben werden. Dies erfordert besondere pastorale Kompetenz.
Dazu bietet das IFOK zusammen mit der Fachstelle Partnerschaft – Ehe – Familie im Bistum St. Gallen 2011/13 eine berufsbegleitende Zusatzausbildung an, die als Zertifikatslehrgang der Theologischen Fakultät der Universität Luzern anerkannt ist.
Ziele
Es handelt sich um eine Zusatzqualifikation für die Seelsorge, nicht um eine Qualifikation für Therapie, Lebensberatung oder Kommunikationstraining. Im Blick auf konkrete kirchliche Praxisfelder dient sie einer berufsbezogenen Kompetenzerweiterung auf folgenden Ebenen:
Fachliche Kompetenz:
- Befähigung zur Auseinandersetzung und Reflexion gesellschaftlicher Rahmenbedingungen sowie theologisch-spiritueller Aspekte in Bezug auf Gelingen und Scheitern von Partnerschaft, Ehe und Familie
- Kennenlernen, Entwickeln und Beurteilen von ehe- und familienpastoralen Konzepten und Projekten; Einbindung dieser Themen in ein die vielfältigen Lebensentwürfe umfassendes pastorales Gesamtkonzept
Selbstkompetenz:
- Befähigung zur persönlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Familienbiographie, den damit verbundenen Leitbildern hinsichtlich Partnerschaft, Ehe und Familie sowie der individuellen Beziehungsfähigkeit und Berufsidentität
Sozialkompetenz:
- Klärung des eigenen Rollenverständnisses in der Beziehungs-, Ehe- und Familienpastoral
- Fähigkeit zur Animation und Begleitung von Einzelpersonen, Paaren und Gruppen
Spirituelle Kompetenz:
- Wahrnehmungs- und Sprachfähigkeit für die religiös-spirituellen und ethischen Dimensionen von Paarbeziehungen und Familien
Arbeitsweise
Die Kursarbeit baut auf dem Dreischritt „sehen – urteilen – handeln“ sowie den Erfahrungen der Teilnehmenden auf und verbindet praxisorientierte Theorie-, Prozess- und Selbsterfahrungselemente.
Der Transfer der Theorie in die Praxis wird vertieft, indem die TeilnehmerInnen eigenständig ein konkretes Projekt im Rahmen der Beziehungs-, Ehe- und Familienpastoral innerhalb ihres Arbeitsfeldes konzipieren, durchführen und evaluieren. Zur effizienten und erfolgreichen Unterstützung eigener Projektideen werden Grundkenntnisse des Projektmanagements vermittelt und die Planung, Durchführung und Auswertung des Vorhabens kontinuierlich begleitet. Eine eingehende Projektdokumentation weist die Befähigung zur reflektierten Integration des Gelernten in die eigene seelsorgerliche Praxis aus. Diese Abschlussarbeit ist Voraussetzung für den Erwerb des Zertifikats und wird von der Kursleitung begutachtet. Alle an der Ausbildung Beteiligten reflektieren die Ergebnisse bei zwei Abschlusstagen, an denen die Projektpräsentation erfolgt.
Darüber hinaus werden die Teilnehmenden in 5 regionalen Gruppensupervisionshalbtagen begleitet. Ziel der Supervision ist die Integration der Erfahrungen aus der Weiterbildung in die persönliche Berufs- und Lebenssituation.
- 19,5 Kurstage in 5 Blockveranstaltungen sowie Kursabschluss mit Projektpräsentation und Auswertung
- eigenständige Planung, Durchführung, Evaluation und Dokumentation einer Projektarbeit
- 5 regionale Gruppensupervisionshalbtage
Inhaltliche Schwerpunkte
Um auf der Ebene der Pfarrei oder Region in der Begleitung von Paaren, Familien, Alleinerziehenden und Geschiedenen professioneller zu arbeiten, werden im Rahmen dieser Zusatzausbildung Fachwissen und Instrumente zu folgenden Themenbereichen vermittelt:
Kursmodul 1
Mo 6. - Mi 8.6.2011 (6 Halbtage)
Heutige Partnerschafts-, Ehe- und Familienwirklichkeiten – Genderkompetenz in der Seelsorge mit Madeleine Winterhalter,
Christoph Gellner und Marie-Theres Beeler
Kursmodul 2
Mo 7. - Do 10.11.2011 (8 Halbtage)
Meine eigene Prägung durch die Herkunftsfamilie – meine heutige Lebens- und Berufssituation mit Niklaus Knecht,
Maria Weibel und Christoph Gellner
Kursmodul 3
Mo 27.2. - Do 1.3.2012 (8 Halbtage)
Theologische und spirituelle Aspekte von Liebe, Partnerschaft und Ehe – Beziehungsbegleitung als pastorale Aufgabe mit Madeleine Winterhalter, Christoph Gellner und Matthias Koller Filliger
Kursmodul 4
Di 12. - Fr 15.6.2012 (7 Halbtage)
Mit Kindern kommt Gott ins Haus – Ansätze religiöser Eltern- und Familienbildung mit Helga Kohler-Spiegel, Christoph Gellner, Christof Horst (Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung, Bonn) und Madeleine Winterhalter
Kursmodul 5
Di 6. - Do 8.11.2012 (6 Halbtage)
Zwischen Ideal und Wirklichkeit – Grenzen, Krisen und Brüche, Trauerarbeit und Neubeginn mit Marie-Theres Beeler und Matthias Koller Filliger
Daten und Detailinformationen für die Kursdurchführung 2011/13 (KursreferentInnen, Supervisoren usw.) werden laufend aktualisiert.
Zielgruppe
Kirchliche MitarbeiterInnen mit theologischer bzw. religionspädagogischer Grundausbildung, die mindestens über eine dreijährige seelsorgerliche Berufserfahrung verfügen und in einer festen Anstellung sind bzw. die Möglichkeit haben, eine Projektarbeit zu realisieren und zu evaluieren.
Zertifikat
Die Weiterbildung ist als Zertifikatslehrgang der Theologischen Fakultät der Universität Luzern anerkannt. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium oder eine vergleichbare Ausbildung plus Berufserfahrung, regelmässige Teilnahme an den Kursmodulen und Supervisionshalbtagen (mind. 90%), Durchführung und qualifizierte Dokumentation eines Projekts.
Kosten
Kurskosten Fr. 3‘350.- (einschl. Gruppensupervision), wird in drei Jahresraten in Rechnung gestellt; hinzu kommen Kosten für Unterkunft und Verpflegung, die direkt in Boldern bezahlt werden (im EZ ca. Fr. 2‘000.-)
Persönliche Voraussetzungen
Vorausgesetzt werden soziale Kompetenz und psychische Belastbarkeit, Bereitschaft und Fähigkeit, sich über die Dauer von 1 ½ Jahren auf einen Gruppenprozess einzulassen und mitzugestalten sowie sich selbst im Hinblick auf die eigene Beziehungsfähigkeit, Berufsrolle und spirituelle Kommunikationsfähigkeit zu reflektieren. Auch sollte niemand sich in einer akuten Lebens- oder Beziehungskrise befinden.
Eine definitive Aufnahme in die Zusatzausbildung findet nach einem Gruppengespräch über die persönliche Motivation sowie die genannten Voraussetzungen statt.
Anmeldeschluss: 15. Januar 2011
Wir bitten Sie, Ihrer Anmeldung folgende Informationen beizulegen:
- Ihr beruflicher Hintergrund: Stichworte zu Ihrem aktuellen Berufsfeld sowie Ihren Praxiserfahrungen in der Arbeit mit Erwachsenen
- Motivation zur Teilnahme an der Zusatzausbildung
- Haben Sie die Möglichkeit, innerhalb ihres Arbeitsfelds ein Projekt im Rahmen der Beziehungs-, Ehe- und Familienpastoral zu realisieren?
- Besuchte Fort- und Weiterbildungen im Bereich Kommunikation und Gruppenarbeit
Auskunft und Gesamtleitung
Christoph Gellner, Dr. theol., Leiter IFOK, mehrjährige Tätigkeit als Pastoralassistent mit Schwerpunkt sowie Zusatzausbildung in Ehe- und Familienpastoral (
unilu.ch
Madeleine Winterhalter-Häuptle, Leiterin Fachstelle Partnerschaft – Ehe – Familie im Bistum St. Gallen (
pef-sg.ch

